Grundsätzlich gilt die (englische) Fassung des FAI sporting-codes für F5B, "ABR General rules for CIAM activities, Competitions and records" und "F5 RC Electric Powered Competitions". Eine deutsche Übersetzung des FAI sporting-codes findet sich als "BeMod" auf der Seite des DAeC. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der Flugaufgaben und Modellspezifikationen, so wie diese auch in der Praxis durchgeführt werden.
Ein Durchgang in F5B besteht aus 3 Flugaufgaben:
Quelle: CIAM - FAI
Für den Streckenflug stehen 200 Sekunden zur Verfügung. Während dieser Zeit muss eine Strecke von 150 Metern so oft wie möglich ohne Motor durchflogen werden. Für jede vollendete Strecke erhält der Pilot 10 Punkte. Die Wendenmarken werden als A-Linie und B-Linie bezeichnet. Damit jeder auch die 150 Meter fliegt und nicht abkürzt, befinden sich an der A und B-Linie offizielle Helfer. Diese peilen durch 2 Schnüre, und lösen ein akustisches Signal aus, sobald das Modell die Wendemarke A oder B überquert hat - Der Pilot weiß, dass er jetzt gewendet haben sollte. Im Streckenflug sind maximal 10 Steigflüge außerhalb der Strecke erlaubt. Um dies zu überwachen muss jeder Pilot vor dem Start einen Kontroll-Empfänger abgeben. Dieser wird an eine Box angeschlossen und auf den Motorkanal eingelernt. Damit bekommt die Box mit, wenn der Pilot den Motor einschaltet, und wenn er ihn wieder ausschaltet. Gleichzeitig hängen an der Box die Signale der A und B-Linie. Der Einflug in die Strecke muss von der A-Linie her erfolgen. Registriert die Box das A-Linien Signal vor dem Motor-Aus Signal ist der Einflug ungültig (Motor war beim Streckeneinflug an). Der Pilot muss umdrehen, und erneut einfliegen. Tut er dies nicht, zählt sowohl die Strecke von A nach B, als auch die Strecke von B nach A nicht. Während des Streckenflugs darf die Sicherheitslinie nicht überflogen werden. Ein Überfliegen der Sicherheitslinie führt dazu, dass der Pilot landen muss, und der komplette Flug mit 0 Punkten gewertet wird. Die Sicherheitslinie schützt den Bereich in dem sich Pilot/Helfer sowie die Wenderichter und die Wettbewerbsleitung aufhalten. Es befindet sich jeweils maximal ein Modell im Streckenflug.
Sofort nach den 200 Sekunden Streckenflug beginnt der Segelflug. Der Segelflug dauert genau 600 Sekunden. Für jede Sekunde erhält der Pilot einen Punkt. Der Motor darf während des Segelflugs beliebig oft eingeschalten werden. Für jede Sekunde Motorlaufzeit wird jedoch ein Punkt abgezogen. Die Landung muss genau nach 600 Sekunden erfolgen, für jede Sekunde über oder unter 600 Sekunden wird ein Punkt abgezogen.
Für die Landung gibt es 3 Kreise, die wie eine Zielscheibe angeordnet sind. Der kleinste Kreis hat einen Durchmesser von 10 Metern und ergibt 30 Punkte. Der mittlere Kreis hat 20 Meter Durchmesser und ergibt 20 Punkte, der größte 30 Meter Durchmesser und 10 Punkte. Bei einer Landung außerhalb der Kreise gibt es keine Landepunkte. Wer länger als 630 Sekunden segelt bekommt ebenfalls keine Landepunkte mehr, egal wo er landet.
Grundsätzlich sind Flächenmodelle mit Elektroantrieb zugelassen. Dabei gelten folgende Spezifikationen für Modell und Akku:
Das Energielimit bedeutet, dass der Motor nachdem 1750 Wmin verbraucht wurden vom Limiter abgestellt wird. Der Limiter entspricht einem "Stromzähler", der im Modell mitfliegt. Vereinfacht gesprochen kann das Modell beispielsweise auf 60 Sekunden Laufzeit mit durchschnittlich 1,75 kW Eingangsleistung abgestimmt werden oder auf 30 Sekunden Laufzeit mit 3,5 kW. Käuflich Beispiele für Limiter sind der Unilog von Stefan Merz oder der Neu-Limiter von Steve Neu.
Die Einführung des Limiters hatte mehrere Gründe: